Angst & Panikattacken: 20 Jahre

Panikattacken seit mehr als 20 Jahren

Ein Zwischenbericht: Panik und Agoraphobie - Online Beratung

Ich selbst leide seit meinem 19. Lebensjahr an Panikattacken, die sich mit der Zeit so massiv gestaltet haben, dass ich die Wohnung seit vielen Jahren nicht mehr verlassen konnte. Was das bedeutet, kann sich jemand der nicht daran leidet, kaum nachvollziehen. Was ist, wenn man Zahnschmerzen bekommt oder sich verletzt und ist nicht in der Lage sich selbst zu helfen, kann aber auch keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, da man selbst in Begleitung das Haus vor lauter Angst nicht verlassen kann.

Zuerst waren nur Urlaube oder Ausflüge eingeschränkt, aber mit der Zeit, kam es immer schlimmer. Ständig Panikattacken, oft gerade dann, wenn ich mich besonders wohl fühlte. Besonders schlimm war für mich dieses Gefühl nicht nur an entsetzlicher Atemnot zu leiden, Herzrasen zu bekommen, sondern auch nicht mehr gehen zu können, da sich meine Beine, wie Gummi anfühlten. Manchmal waren sie aber auch steif und unbeweglich, so wie nach stundenlanger Kälte. Verstärkt wurde das ganze durch Brechdurchfälle. Alles das rief in mir das Gefühl hervor, dass mein eigener Körper mein Feind ist, und ich nichts, aber auch gar nichts gegen ihn ausrichten kann. Das Schlimmste von allen war das ständig präsente Gefühl zu sterben.

Kontakt Nimue Fichtenbauer, Telefon, Mail-Adresse und Skype

Ich bin eigentlich sehr diszipliniert, fürchte mich vor kaum etwas und komme selbst aus dem medizinischen Fachbereich. Es war immer von einer Sekunde zur anderen, dass ich meine Welt noch normal sah, und plötzlich fühlte ich mich, als wäre ich das einzige Wesen im Universum. Nichts half. Natürlich versuchte ich Psychotherapien, die absolut nichts bewirkten. Dann ging ich zu Psychiatern, die mich Medikamenten zuschütteten, die zwar die momentane Angst kurzfristig beruhigten, aber das Problem nicht lösten.

Ich zog mich immer mehr zurück. Manchmal fiel es mir sogar schwer mir die Haare zu waschen, oder überhaupt noch aufzustehen, da ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sah. Später kamen immer öfter Selbstmordgedanken dazu. Ich versuchte einen letzten Ausweg: Ich nahm soviele Pulver, wie es die Gesundheit gerade noch zuließ und fuhr mit meinen Vater halbbetäubt ins AKH, wo es ja eine Station für Panikattacken u.ä. gibt.

Zuerst war der Arzt nicht da, dann wartete ich stundenlang, vollkommen aufgelöst, schweißgebadet und fest überzeugt, dass ich das AKH nicht mehr lebend verlassen würde. Endlich kam eine Ärztin. Sie fand die Situation auch unerträglich und war der Meinung, daß ein stationärer Aufenthalt die einzige Lösung für mich sei. Aber sofort aufnehmen könne man mich nicht. Ich flehte, ich bettelte, ich stritt - alles umsonst. Ich musste nochmals kommen. Und zwar 8 mal.

Das wäre ein Setting, damit die Ärzte und Therapeuten Zeit hätten mit mir zu sprechen, um zu klären, ob sie überhaupt mit mir arbeiten könnten. Damals war ich gleichzeitig auch noch in Behandlung bei einem Psychiater, der mir 16 Pulver pro Tag verschrieb und bei einem Arzt für manuelle Medizin. Dort wurde ich mit Akupunktur behandelt, was aber nur im akuten Notfall half. Beide Ärzte musste ich privat zahlen. Ich blutete mich also auch noch finanziell aus, aber Hilfe war keine abzusehen. Dann kam noch eine Behandlung mit Hypnose dazu, die auch nicht half. Mein Psychiater setzte sich mit dem Arzt im AKH zusammen, erklärte ihm die Umstände, bettelte für mich usw., wieder umsonst. Dann versuchte mein Vater mit ihm zu reden, danach auch noch der Arzt für manuelle Medizin. Ich war sogar bereit, mich für die Zeit im AKH entmündigen zu lassen und den Ärzten einen Freibrief für jede Art der Behandlung auszustellen, nur um Hilfe zu bekommen, aber der Arzt blieb stur. Mein Psychiater versuchte es noch einmal. Er wollte mich niederspritzen, selbstverständlich mit meinem Einverständnis, und mich dann mit der Rettung ins Spital bringen. Der Arzt blieb noch sturer.

Nach diesem Rückschlag, war ich so fertig und am Boden zerstört, dass ich total aufgab. Drei Jahre später starb plötzlich und unerwartet mein Vater. Ich brach zusammen und wollte gar nicht mehr leben. Ich zog mich in mein Schlafzimmer zurück und wartete aufs Sterben. Aber auch das ist nicht so einfach, wie man glaubt, schließlich hält der Körper sehr, sehr viel mehr aus, als man annimmt. Verschlechtert wurde die Situation durch irrsinnige Schmerzen, da ich seit 19 Jahren an einer Trigeminusneuralgie leide. Durch die vielen Medikamente nahm ich 40 Kilo zu.

Dann bekam ich von meiner Mutter einen Laptop geschenkt, der mich wenigstens, aus dem Schlafzimmer wieder herausbrachte. Nach einem halben Jahr bekam ich Internet und endlich hatte ich wenigstens das Gefühl, wieder ein bisschen zu leben.

Dennoch war ich Weihnachten 2007 ich am endgültigen Tiefpunkt angelangt. Nicht nur hatte ich vor jeder neuen Panikattacke schon solche Angst, dass ich mich regelrecht in meinem Bett verkroch, ich konnte auch nicht mehr allein bleiben. Ich steigerte nochmals die Pulver in eine Dosis, die schon über der Grenze des Vertretbaren war, nur um der Angst zu entrinnen. Aber auch das nützte nichts. Sie blieb wie mein Schatten bei mir. Ich hatte nur noch die Wahl, mich umzubringen, oder irgendetwas zu versuchen, und sei der Erfolg noch so gering. Alles war besser, als dieses "Lebendig-begraben-zu-sein".

Verzweifelt suchte ich im Internet nach Gleichgesinnten, und dabei fiel mir auch Frau Fichtenbauer ins Auge. Nach soviel Therapien und Psychiatern, Medikamenten usw. erwartete ich mir eigentlich anfangs nicht sehr viel, aber immerhin hatte ich nach dem ersten Gespräch ein unheimlich gutes Gefühl. Alles klang so anders, als bei anderen Ärzten und Therapeuten und sie schaffte es, mich aus einem totalen Tief, das ich an diesem Tag hatte (wie so oft) in kurzer Zeit, d.h. noch innerhalb des Gesprächs herauszuholen. Plötzlich fasste ich wieder Hoffnung. Schlimmer als die Situation in der ich inzwischen war, konnte es nicht mehr werden.

Außerdem war Hilfe auch über Telefon und über Skype möglichs. Zuerst gingen wir alle relevanten persönlichen Ereignisse durch und Frau Fichtenbauer führte mich in die Lehre des EFT ein. Schon nach der ersten Sitzung fühlte ich mich wohler. Ich war fassungslos: 20 Jahre Therapien, Medikamente, Infusionen, Injektionen, teure Ärzte usw. und nichts hatte geholfen, und dann sollte es so einfach gehen!

Ich wurde sogar ein bisschen misstrauisch, aber der Erfolg blieb. Ich wurde ruhiger, entspannter, ausgeglichener und traute mir immer mehr zu. Wie viel Arbeit es Frau Fichtenbauer gekostet haben muss, mich soweit zu bringen, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Es war faszinierend.

Im Februar begannen wir mit der energetischen Arbeit, und schon nach zwei Sitzungen per Skype, war Frau Fichtenbauer überzeugt, dass Sie mich bis zum Sommer aus meiner Wohnung bringen könnte. Ich lächelte innerlich milde, und dachte bei mir, dass Sie entweder sich selbst überschätzt, oder meine Lage unterschätzt, aber immerhin gab es mir Hoffnung. Und jetzt kommt der Clou:

NUN IST ES ANFANG MAI UND ICH WAR MIT IHRER HILFE SCHON DRAUSSEN!!!!!!

Es war schwer, es war kräfteraubend und anstrengend, aber ich hatte den ersten Schritt zurück in ein normales Leben geschafft.

Wir gingen in den Sitzungen zurück in die früheste Kindheit, rollten Ereignisse auf, in die ich mich versetzen musste, wir klopften und redeten und dann hatte ich, ca. ein Monat nachdem wir begonnen hatten mit unserer Arbeit, ein Erlebnis, dass mich zugleich erschreckte und faszinierte:

Die negative Energie, die sich über Jahrzehnte in meinem Körper angesammelt hatte, fuhr zum ersten Mal aus meinem Körper. Ein Ausdruck, den man anfangs sicherlich nicht versteht, aber es fühlt sich für mich an wie ein angenehmes Kribbeln, das sich steigert. In dem Moment, wo die negative Energie ausfließt, hatte ich das Gefühl, als ob ein Blitz aus den Zehen fährt. Ich war so verblüfft, dass ich auf meine Füße sah, weil ich dachte, die Zehenspitze meiner Schuhe sei durchgebrannt. Danach war ich so erleichtert und entspannt, wie schon ewig nicht mehr. Und alle negative Energie, die einmal weg ist, kommt nicht wieder. Das war für mich das Fantastischte.

Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, aber immerhin, ich mache seit zwei Monaten ein Fernausbildung, habe neue Freunde gewonnen und sehe wieder positiv in die Zukunft. Nicht nur das - ich bin fest überzeugt, wieder ein ganz normales Leben führen zu können. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich kann jedem diese energetische Auflösungsarbeit bei Frau Fichtenbauer nur empfehlen. Auch meine Sicht der Dinge hat sich wieder verbessert. Heute bin ich schon soweit, wieder an Reisen, Ausflüge usw. zu denken.

Ich bin gerne bereit meine persönlichen Erfahrungen mit allen zu teilen, die an Panikattacken leiden. Ich weiß, wie ausgeschlossen man durch diese Krankheit von den Menschen wird. Man verliert Freunde, die Familie wendet sich ab, selbst der Partner verliert irgendwann die Geduld. Das hat nichts mit bösem Willen zu tun, die Leute können diese Krankheit nicht nachvollziehen. Sie fühlen sich hilflos und reagieren mit der Zeit selbst psychisch überlastet. Ich bitte aber jeden, sich wegen meiner Telefonnummer an Frau Fichtenbauer zu wenden. Nur Ihr erlaube ich diese Nummer weiterzugeben.

Nun wünsche ich allen, die es mit EFT versuchen viel Erfolg. Alle anderen ermuntere ich dazu sich aufzuraffen, und daran zu denken, dass ein Leben nur dann lebenswert ist, wenn man nicht nur Zuseher, sondern aktiver Teilnehmer ist.

M.E, Wien, Mai 2008