Eine sehr sympatische Klientin hat Geldsorgen. Dabei läuft ihre Firma und sie macht einen guten Umsatz. Bei näherer Betrachtung ist auch gar nicht die Firma das Problem, sondern die Menschen, die ihr am nächsten sind.

Denn obwohl das Konto im 5-stelligen Bereich überzogen ist, findet ihr Mann es an der Zeit ein neues Auto zu kaufen.

Eines zum Repräsentieren für die Firma natürlich.

Der Kredit dafür ist auch kein Problem, denn die Firma geht ja gut. Und die Frau wird das schon richten, denn auf sie läuft dann ja auch der neue Kredit.

Seinen Job hat der fürsorgende Vater zweier Kinder aufgegeben, weil er ihm keinen Spaß gemacht hat.

Er will jetzt das gleiche machen, wie seine Frau. Nur halt mit weniger Einsatz.

Deshalb schaut es auch mit dem Verdienen nicht so rosig aus, wie bei seiner Frau. Aber das sind nur die Anlaufschwierigkeiten der letzten 6 Monate.

Denn die Firma geht ja gut. Dank seiner Frau. Und sie würde doch nicht wollen, dass er unglücklich ist in seinem Job, oder?

Dann ist da noch die Schwiegermutter. Die renoviert gerade das Zweithaus. Deshalb hat sie auch gerade wenig Geld beisammen und würde noch was brauchen.

Die Firma geht doch gut. Ein paar tausend Euro sind doch sicher nicht das Problem, oder?

Glücklicherweise gehen ihre zwei kleinen Kinder noch in die Volksschule. Deren Geldansprüche halten sich in Grenzen.

Noch!

Aber vor kurzem meinte der stolze Vater, dass sein 5 jähriger Sohn auch lieber einen neuen Audi hätte, als das alte Auto.

Was sagt man dazu!

Kein Wunder, dass bei meiner Klientin das Einkommen stagniert und sie sich unbewusst weigert mehr zu verdienen.

Sie muss ja ohnehin alles hergeben, wenn das Einkommen steigt. Es ist immer jemand da, der die Hand aufhält oder Druck macht.

Ganz abgesehen davon, dass sie im Grunde drei Kinder zu Hause hat und nicht nur zwei.

Aber dennoch ist das Problem hausgemacht.

Denn Geld ist Lebensenergie, die man aufwendet, um es zu verdienen.

Niemand hat einen Anspruch darauf. Außer eben kleine Kinder, solange sie wirklich noch klein sind und der Fürsorge bedürfen.

Großjährige, verzogene und verantwortungslose Jungen (oder eben egoistische, verheiratete Männer) nicht mit eingeschlossen.

Und auch nicht die weniger verdienenden, scheinbedürftigen Schwiegereltern.

Doch solange sie als willige, immer hilfsbereite Geldquelle zur Verfügung steht, werden die Geldsorgen weiter bestehen bleiben.

Aber davon abgesehen stellt sich die ernsthafte Frage, welchen Vorteil bringt so ein Mann?

  • Wenn er sie mehr als Mama und Versorgerin sieht, denn als Partnerin…
  • Wenn er das neue Auto mehr liebt, als seine Frau und gar nicht mitbekommt, wie viel Stress ihr sein Wunsch macht…
  • Wenn er selbst sein Kind instrumentalisiert, um seinen Wunsch Nachdruck zu verleihen.
  • Wenn er ihre Sorgen nicht ernst nimmt. Sein Kommentar: „Du übertreibst mal wieder siehst alles viel zu pessimistisch. Das Geld wird sich schon regeln!”
  • Wenn er sie darüber hinaus auch noch emotional erpresst mit: Kaufst das Auto nicht, dann werde ich genauso sein wie du!“
    (Damit meint er gemein natürlich, nicht etwa verantwortungsvoll…)

Und sich im Grunde wie ein verzogenes Kind verhält, dem das ein neue Spielzeug verwehrt wird.

Ein klares “Nein, das mache ich nicht!“ tut in so einem Fall Wunder.

Denn in so einer Phase lässt sich ein Konflikt gar nicht mehr vermeiden.

Aber nicht nur weil kein Geld da ist.

Sondern, weil es bedeutet, dass sich meine Klientin endlich beginnt selbst zu respektieren, ihre Arbeit und ihre Zeit.

Und siehe da, es hat geklappt!

Zumindest im ersten Schritt. Der Neuwagenkauf ist zunächst einmal vom Tisch. Dass es allerdings noch nicht das Ende vom Spiel ist, ist auch klar. Da gilt es weiter dran zu bleiben.

Falls auch Sie „Nein sagen“ lernen wollen, oder sich mehr Respekt verschaffen möchten, können Sie hier Kontakt zu mir aufnehmen.

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